Internetboom bei Frauen in Tansania
Eine wachsende Zahl von Frauen in Tansania nutzt das weltweite Netz. Ob in Städten oder auf dem Land - sie vermarkten ihre Produkte via Internet und schreiben E-Mails an Freunde.
Der Internetboom zeigt sich an der wachsenden Zahl von Internetcafés, die einen kostengünstigen Zugang ins weltweite Web anbieten.
Mit Internetcafés im westlichen Stil haben sie allerdings wenig zu tun. Sie haben bis zu 15 Computer - und sonst fast nichts. Die meisten Inhaber sind Männer. Aber auch hier gibt es Veränderungen. So eröffnete Anna Mbattah ein Internetcafé in Dar es Salaam, einem kommerziell bedeutenden Distrikt Tansanias.
Das Internet eröffnet neue Perspektiven für Frauen
Anna Mbattah
"Ich sah so viele Männer, die Internetcafés eröffneten und dachte, das kann ich auch tun", sagt Anna Mbattah. Viele ihrer Besucher sind ebenfalls Frauen. Einige davon sind Studentinnen. Sie schätzen die schnelle und unkomplizierte Art, Literatur online zu bekommen.
Das Surfen im Internet ist billig in Tansania. Dies hat stark zur Verbreitung des Internets beigetragen. Aber Surfen ist nicht nur günstig, die Technik funktioniert auch zuverlässig und schnell.
Auch Frauengruppen des ostafrikanischen Staates nutzen zunehmend das weltweite Netz. Zum Beispiel die 1987 gegründete Media Women´s Association (TAMWA). Die Organisation macht sich für Frauenrechte stark und kämpft gegen Gewalt an Frauen. Inzwischen wirbt sie mit einer eigenen Website für ihre Anliegen.
BBC News, 18 November 2002, by Daniel Dickinson in Dar es Salaam
[03.03.2005]


