Frauen fehlen in der IT

Seit Jahren beträgt der Anteil von Frauen in den IT-Ausbildungen nur 14 Prozent. Die Gründe dafür untersucht die bundesweit größte Online-Begleitforschung zum Thema "Frauen und Männer in IT-Ausbildung und -Beruf". Eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus der zweiten Erhebungsphase steht zum Download bereit.
Befragt wurden 2000 Auszubildende sowie Absolventinnen und Absolventen der IT-Berufe aus 544 Unternehmen. Im Fokus der handlungsorientierten Begleitforschung steht das Ziel, die jungen Frauen auf die neuen IT-Berufe aufmerksam zu machen und sie so verstärkt zu Bewerbungen motivieren.
Das vorrangige Motiv für die Wahl eines informationstechnologischen Berufs stimmt bei Männern und Frauen überein:
das Interesse an der Arbeit mit den neuen Medien ist für beide Geschlechter das wichtigste Motiv. An zweiter Stelle verbinden junge Frauen mit der Aufnahme einer IT-Ausbildung vor allem Karrieremöglichkeiten. Für Männer steht dagegen der Spaß an Technik im Vordergrund.
Ein interessantes Ergebnis der Evaluation ist, dass sich sowohl weibliche als auch männliche Auszubildende im IT-Bereich mehr weibliche Vorbilder wünschen.
Gezielte Informationen zu den IT-Berufen motivieren junge Frauen zu Bewerbungen. Hier ist vor allem das neue Medium Internet gefragt, denn es hat sich qualitativ und quantitativ zum wesentlichsten Informationsmedium entwickelt.
Die Begleitforschung wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesausbildungsprojektes idee_it gefördert und in Kooperation mit dem Verein Frauen geben Technik neue Impulse e.V., der Initiative D21, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführt.
[28.02.2005]


